Häufig gestellte Fragen

  • Alle Menschen sind eingeladen, sich und ihrer Gesundheit mit Waldbaden etwas Gutes zu tun. Waldbaden empfiehlt sich vor allem für Menschen, die sich dauerhaft gestresst und angespannt fühlen und für einige Stunden dem Alltag entfliehen möchten, um sich körperlich und mental zu erholen. Wichtig: Waldbaden ist eine präventive Methode, um stressbedingten Gesundheitsproblemen vorzubeugen. Bei bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen sollte Waldbaden immer ärztlich bzw. therapeutisch abgestimmt werden.

  • Die Praxis des Waldbadens dient zwar in erster Linie zur Stressbewältigung, Entspannung und Erholung bei Erwachsenen, hat aber auch bei Kindern denselben Effekt. Für sehr aktive Kinder kann der Wald beruhigend und entspannend wirken. Eines der wichtigsten Elemente des Waldbadens ist die Achtsamkeit und auch das Staunen - etwas, das für Kinder ganz selbstverständlich ist und was sie intuitiv praktizieren. Kinder beschäftigen sich normalerweise nicht mit Dingen, die in der Zukunft liegen oder bereits vergangen sind. Sie leben im Hier und Jetzt. Sie brauchen die Natur, um sich körperlich, geistig und seelisch gut entwickeln zu können. Das Bewegen in der Natur fördert die Motorik und Koordination. Laufen auf unebenem Boden fördert den Gleichgewichtssinn und das Bauen mit Naturmaterialien stärkt die Kreativität. Durch Waldbaden und ganzheitliche Naturvermittlung können auch persönliche Ressourcen wie Geborgenheit, Zugehörigkeit, Selbstvertrauen und Selbstannahme gestärkt werden. Nicht zuletzt lernen Kinder durch Aufenthalte in der Natur einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit ihr.

  • Auch Senior*innen können von der positiven Wirkung des Waldbadens profitieren. In Deutschland beispielsweise ist Waldbaden - in Kooperation mit Physio- oder Ergotherapeut*innen - ein Teil des “Lübecker Modell Bewegungswelten”. Es handelt sich dabei um ein körperlich, geistig und sozial aktivierendes Präventionsprogramm für ältere Menschen, die trotz bereits kognitiver oder körperlicher Einschränkungen die Möglichkeit bekommen sollen, Naturerfahrungen im hohen Alter zu sammeln. Im Rahmen dieses Präventionsprogrammes verbringen die Teilnehmer*innen zwei Mal wöchentlich je eine Stunde im Wald. Studien belegen, dass dieses Wald-Gesundheitstraining positive Effekte auf die Selbstständigkeit, das körperliche und seelische Wohlbefinden sowie auf die kognitive Leistungsfähigkeit erzielt.

  • festes Schuhwerk mit gutem Profil

  • dem Wetter angepasste bequeme Kleidung im bewährten Zwiebel-Prinzip - im Wald ist es immer ein paar Grad kühler und beim Waldbaden bewegt man sich wenig

In die “Waldbadetasche” bzw. den Rucksack gehört:

  • wasserfeste Sitzunterlage oder Yoga-/Gymnastikmatte (ich kann Outdoor-Sitzunterlagen leihweise zur Verfügung stellen - bei Bedarf bitte einfach bei mir melden)

  • Wasser/Tee in ausreichender Menge

  • Kleiner Snack für zwischendurch

  • Papier und Stift (Der Wald wirkt ungemein kreativitätsfördernd und gute Ideen können somit schnell zu Papier gebracht werden)

  • Erste-Hilfe-Set inkl. etwaiger Allergie-Medikamente

  • Dinge für deinen persönlichen Gebrauch: z.B. Taschentücher, Gelsen-/Zeckenschutzmittel, Sonnenschutz

  • Regenschutz

  • Müllbeutel bzw. zusätzlicher Müllbeutel für Hygieneartikel

  • Handy im LAUTLOS-Modus

Waldbaden an sich ist zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter möglich. Jede Jahreszeit und jedes Wetter bringt eine ganz besondere Wald-Atmosphäre mit sich:

  • ob bei Sonnenschein, wo der Wald schöne Licht- und Schattenspiele zaubert,
  • ob bei Regen, wo man einem meditativen Regentropfen-Konzert lauschen kann und wo die Konzentration der gesundheitsfördernden Terpene im Wald am höchsten ist, was man auch an den sehr intensiven Gerüchen während oder nach einem Regen wahrnehmen kann,
  • ob bei Nebel, der den Wald in eine mystische Stimmung hüllt,
  • oder in einem pulververschneiten Winterwald, der zum kindlichen Staunen einlädt.

Entscheidend für ein unbeschwertes Waldbaden ist eine dem Wetter angepasste Ausrüstung. Ebenso zu bedenken ist, dass es im Wald immer ein paar Grad kühler ist (auch im Sommer).

Wichtig: Bei Sturm, Gewitter oder Nassschnee ist ein Aufenthalt im Wald unbedingt zu vermeiden!
Auch wenn ein Sturm bereits abgeflaut ist, besteht bis zu drei Tage danach immer noch die Gefahr von plötzlich abbrechenden und herabfallenden Ästen.

  • Grundsätzlich ist das Umarmen eines Baumes ist eine wunderbare Achtsamkeitsübung, um den Tastsinn zu schärfen, die strukturreiche Oberfläche der Rinde intensiv zu erkunden und ihre Haptik bewusst zu erfühlen.

  • Darüber hinaus wirkt eine Baumumarmung auch auf mentaler und emotionaler Ebene: Bäume, die seit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten fest verwurzelt in der Erde stehen und allen Stürmen und Witterungen standgehalten haben, strahlen Stabilität, Beständigkeit, Halt, Geborgenheit und Ruhe aus und wir können symbolisch Kraft und Energie von ihnen tanken.

  • Ein schönes Zitat von Ulli Felber: „Bäume zu umarmen wird Waldbadenden ja gerne unterstellt - zu Recht, und es wird oft belächelt, allerdings ganz zu Unrecht: Viele der heilsamen Terpene, die wir durch unsere Atmung aufnehmen und die unser Immunsystem boostern können, befinden sich nämlich unter anderem auch in der Rinde der Bäume. So ist man bei einer Umarmung also richtig nah dran. Und, was vielleicht noch schöner ist: Bei einer Umarmung werden Glückshormone wie Oxytocin und Endorphine ausgeschüttet, wodurch Stresshormone abgebaut sowie Atmung und Herzschlag beruhigt werden. Das funktioniert auch, wenn wir einen Baum umarmen. Also nichts wie ran an den Baum - muss ja niemand wissen“.

Waldbaden ist nicht gefährlicher, als sich sonst im Alltag zu bewegen. Etwaige Gefahren stellen plötzlich auftretende Gewitter oder Stürme, herabfallende Äste oder Zecken (Übertragung von FSME und Lyme-Borreliose) dar. Falsches Schuhwerk birgt ebenso eine gewisse Verletzungsgefahr. Man sollte sich der möglichen Gefahren bewusst sein. Der Aufenthalt im Wald bzw. die Teilnahme an Veranstaltungen im Wald erfolgt stets auf eigene Verantwortung und Gefahr.

Nein, der vierbeinige Liebling muss zuhause bleiben, denn beim Waldbaden solltest du dich ganz auf dich selbst konzentrieren können.

Der Wald ist ein sensibles Ökosystem, auf das wir achtgeben müssen. Nach dem Forstgesetz dürfen alle den Wald zu Erholungszwecken (auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl) betreten. Um auf andere Waldnutzer*innen und auch tierische und pflanzliche Waldbewohner Rücksicht zu nehmen, gilt es bei einem Waldbesuch ein paar wichtige Grundregeln zu beachten.

Eine Übersicht über das richtige und faire Verhalten im Wald findest du hier: Grundregeln für richtiges und faires Verhalten im Wald

Wenn du Fotos machen möchtest, bitte die anderen Workshop-Teilnehmer*innen um Zustimmung, aber denk daran - Waldbaden soll auch “Digital Detox” sein - das heißt: Handy und andere smarte Geräte sollten im LAUTLOS-Modus im Rucksack bleiben.

Genieße die sanfte Entschleunigung in der Natur

Tauche ein in den Wald und finde innere Ruhe und Gelassenheit.

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